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Seit 1984 wird der gesamte unter Denkmalschutz stehende Firmenkomplex restauriert. Die Fabrik ist als erstes Objekt des Neuen Bauens bei Architekten und in Fachkreisen weltberühmt.

 
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Carl Benscheidt sagte bereits 1911 "Unser Reichtum sind nicht unsere Maschinen und Gebäude, sondern das Wissen und das Können und die Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter”.

 
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Die Produktpalette besteht heute aus Schuhleisten für die internationale Schuhproduktion sowie elektronischen Meß- und Regelsystemen und Brandschutzeinrichtungen und Keilzinkenanlagen für die Massivholzverarbeitung.

 

Zitat des Trages

Als der Großvater Clever 1817 das Gut Othmaringhausen übernahm, wurden noch Holzpflüge benutzt. Er führte Pflüge mit Eisenscharen ein, die aber die Furche bei steilem Gelände abwärts warfen und auf den Höhen dem Acker seinen guten Boden nahmen. Er war darauf bedacht, einen Pflug zu konstruieren, mit dem man die Furche auch aufwärts werfen kann. Er hatte nun seinen Sohn Wilhelm, der auch ein Viertel des väterlichen Hofes erhielt, in seinem Büro beschäftigt und ihn mit der Herstellung der Zeichnungen nach seinen Ideen beauftragt. Nach dem Tode des Vaters gelang Wilhelm die Erfindung des Doppel- oder Wendepflugs; zu seiner Herstellung richtete er auf dem Gute eine besondere Werkstatt ein. Diese neuen Pflüge fanden überall Anerkennung, der Onkel wurde als Retter der Landwirtschaft in dem bergigen Gelände gefeiert. Aber sein Erfolg erweckte in ihm die Vorstellung, dass er ein Erfindergenie sei. Er beschäftigte sich jetzt mit Problemen, die seinen bisherigen Tätigkeiten fern lagen. Er vernachlässigte dadurch seinen Hof und seine Werkstatt. Sehr oft hörte ich, wie die Bauern zu meinem Vater kamen und ihn baten, auf seinen Schwager Wilhelm doch einzuwirken, den schon so lange versprochenen Pflug endlich fertigzustellen. Dem Vater erwiderte er dann, dass er noch eine Sache in Arbeit habe, die er zunächst erledigen müsse und die nur noch einige Wochen erfordere. Wenn sie fertig sei, werde er sich nur noch vorzugsweise seiner Fabriken widmen; man möge sich nur kurze Zeit gedulden. Aber die kurze Geduldszeit hat nie ihr Ende erreicht. Nachdem mein Onkel so schlecht lieferte und ein Erfinderschutz auf die neue Konstruktion nicht bestand, wurden die Pflüge zu billigeren Preisen nachgebaut. Aber trotzdem wollten die Bauern die Cleverschen Pflüge haben, weil es sich leichter damit arbeiten ließ, wahrscheinlich deshalb, weil mein Onkel das Pflugschar der abgeschälten Furche anpasste. Aber der Endeffekt seiner Tüftelei war, dass er trotz des schuldenfrei übernommenen Hofes und trotz seiner wertvollen Erfindung, bettelarm verstarb und seine Kinder den Hof und den Betrieb nicht übernehmen konnten. Ein Gegenstück, das mich sehr oft zu Betrachtungen anregte, war ein Nachbar Brenniker auf dem „Schönen Berge“. Sein Sohn Wilhelm lernte als Mühlenbauer. Beim Bau einer Knochenmühle trat er das oberschlächtige Wasserrad und brachte es dabei in eine so schnelle Drehung, dass er beim Abspringen von der Schwungkraft gegen die Wand geschleudert wurde und seine Beine gelähmt waren. Er konnte nicht mehr gehen und musste stets in einem Wägelchen fahren. Dieser junge Mann fing nun zunächst zum Zeitvertreib damit an, kleine Haushaltsgeräte anzufertigen. Daraus entwickelte sich eine Fabrik für Dreschmaschinen, die im Hellweg sehr geschätzt waren und begehrt wurden. Brenniker starb als wohlhabender Mann. Im Sauerland hatte sich schon seit Jahrhunderten durch Eisenerzreichtum des benachbarten Siegerlandes und durch die Flüsschen mit starkem Gefälle eine Eisen-, Klein- und Handindustrie entwickelt. Das Roheisen wurde in den Hammerwerken für Kleinwerkzeuge, wie Hammer, Zangen, Spaten, Schaufeln, Beile, Kohlenlöffel usw. vorgearbeitet und in kleinen Werkstätten, die sich auf den einzelnen Bauerngehöften befanden, fertig bearbeitet. Die Hammerwerke befanden sich im Besitz von Kaufleuten. Das vorgearbeitete Material wurde auf den Gehöften in Lohn weiter verarbeitet.

Auszug aus "Aus meinem Leben" von Carl Benscheidt sen.

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