Das Fagus-Werk in Alfeld  

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Veranstaltungs-Hinweise  
Fagus wird UNESCO Weltkulturerbe

Bitte beachten Sie auch unsere Veranstaltungstermine und Informationen auf der neuen Fagus-Vereins-Webseite!

   
Fagus wird UNESCO Weltkulturerbe

Das Fagus-Gropius-Cafe (ehemaliges Maschinenhaus,von W. Gropius erbaut)
ist werktags von ca.12:00 - 13:00 Uhr und am Wochenende
von ca. 12:00 - 15:00 Uhr
geöffnet.

   
Fagus wird UNESCO Weltkulturerbe

UNESCO-Welterbetag im Fagus-Werk und in der Stadt

Das Fagus-Werk und Stadt Alfeld feiern am Sonntag, den 2. Juni von 10.00 - 17.00 Uhr bereits zum 2. Mal den deutschlandweiten UNESCO-Welterbetag. Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm: Werks- und Stadtführungen, Segway-Parcour, Jazz im Welterbe, Welterbehits und vieles mehr. Höhepunkt: Preisverleihung des Wettbewerbs "Kleine Architekten - Baut uns unser Fagus-Werk". Die Programmdetails finden Sie im Veranstaltungsflyer. Flyer-Download

   
Fagus wird UNESCO Weltkulturerbe

Sonderausstellung „Spuren + Strukturen - Status quo der Evolution“

Mit dem Kieler Ulrich Behl darf  wohl nicht zu Unrecht als „Enkel des Bauhauses“ bezeichnet werden darf. Nach seinem Abitur begann er ein Lehramtsstudium an der damaligen PH in Alfeld bei Kurt Schwerdtfeger. Seit 1964 beteiligt er sich an Ausstellungen in Deutschland und im europäischen Ausland. Seine Werke werden der konstruktiven und konkreten Kunst zugeordnet. Die Ausstellung  in der Fagus-Galerie umfasst Handzeichnungen, Graphik, Materialbilder und Objekte aus vier Jahrzehnten. Parallel zeigt das Museum der Stadt Alfeld ausgewählte Lithographien und frühe Druckgraphik.  Mehr über Ulrich Behl unter www.ulrich-behl.de.

21. April bis zum 23. Juni / täglich 10.00 - 16.00 Uhr

   
 
Veranstaltungs-Hinweise  
Fagus wird UNESCO Weltkulturerbe

Die UN-Organisation hat am 26.06.2011 das Fagus-Werk aufgenommen

Das Fagus-Werk feiert im Jahr 2011 sein 100-jähriges Jubiläum sowie die Ernennung zum UNESCO-Weltkulturerbe.

In dem Gebäude wird bis heute seit Gründung des Unternehmens ununterbrochen produziert, zum Teil immer noch Fagus Schuhleisten, zum anderen Mess- und Brandschutzsysteme unter dem Markennamen GreCon sowie Keilzinkenanlagen unter Grecon Dimter.

Besonderes Interesse findet die für jedermann zugängliche Fagus-Gropius-Ausstellung, die sich im Zentrum der Produktionsräumlichkeiten befindet und täglich zu besichtigen ist.

 
Veranstaltungs Nachlese  

fagus intro

Es ist eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte
beispielhafter Industriekultur im 20. Jahrhundert:

Das von Walter Gropius und Adolf Meyer ab 1911 errichtete Fagus-Werk in Alfeld an der Leine gilt als Ursprungsbau der Moderne. Den Architekten gelang es, einem mittelständischen Betrieb ein völlig ungewohntes, vom Traditionellen abweichendes Erscheinungsbild zu geben. Das war möglich, weil Bauherr und Architekt eine selten günstige Konstellation bildeten. In der Person des Fabrikanten verband sich lebensreformerischer Anspruch mit amerikanischer Unternehmensphilosophie. Die produzierten Schuhleisten entstanden einerseits mittels verbesserter Fertigungsmethoden, andererseits nach neuesten Erkenntnissen der orthopädischen Fußforschung. Das Fabrikgebäude ist mit seiner repräsentativen Sachlichkeit und dem großflächigen Gebrauch von Glas auch Ausdruck eines neuen unternehmerischen Selbstbewußtseins und einer modernen Werbestrategie.

Fagus ist die Geschichte eines Gesamtkunstwerkes und ein frühes Beispiel für corporate identity.

Die Fabrikanlage, seit 1946 eingetragenes Baudenkmal, wurde mittlerweile aufwendig restauriert und steht jedem zur Besichtigung offen.

[Annemarie Jaeggi]

 
   
Veranstaltungs Nachlese  
 
Über 700 Besucher kamen am Wochenende (9./10. August) in die in die Ausstellungen und zu den Konzerten auf dem Fagus-GreCon-Gelände in Alfeld.

Fredener Musiktage im Fagus-Werk

Fredener Musiktage im Fagus-Werk in Produktionshalle

fagus intro

 

Zitat des Trages

Ich bin der Auffassung, dass mein Leben neben der ererbten Anlage die folgerichtige Entwicklung der Verhältnisse und Eindrücke aus meiner Kindheit ist. Deshalb gebe ich zunächst hierüber ein Bild. Ich bin geboren und aufgewachsen auf dem Gute Othmaringhausen, Gemeinde Halver, in Westfalen im sogenannten Sauerlande, als Sohn des Bauern Ludwig Benscheidt. Mein Vater stammte vom Gute Benscheidt in der Gemeinde Waldbauer, Kreis Hagen in Westfalen. Nach dem Familienbuche Benscheidt wird das Gut schon 1160 in den Hebelisten des Klosters Verden an der Ruhr erwähnt. Vom Jahre 1591 an sind die Familienakten über meine Vorfah-ren lückenlos auf dem Gut Benscheidt vorhanden. Mein Vater war der älteste von acht Kindern aus der ersten Ehe meines Großvaters. Der zweiten Ehe entsprossen noch vier, der dritten drei Kinder. Nach meiner Einschätzung waren sie alle gesunde und kräftige Menschen, die so eine Veranlagung für ein hohes Alter hatten. Aber nur mein Vater wurde 79 Jahre alt. Die Mutter meines Vaters muss sehr vermögend gewesen sein, denn als er heiratete, erhielt er als ihren Erbteil 3000 Taler. Es muss demnach meine Großmutter dem Großvater über 20000 Taler mit in die Ehe gebracht haben. Das war etwa um das Jahr 1830 sehr viel. Das Gut Benscheidt ist ein Waldgut. Landwirtschaft wurde und wird auch heute nur in dem Umfang betrieben, der zur Ernährung der Familie notwendig war und ist. Alle anderen Bedürfnisse musste der Walde aufbringen. Die Industriebetriebe in den Tälern der Ennepe, Ruhr, Lenne und Volme waren willige Abnehmer der Walderzeugnisse wie Holzkohlen und Stammholz, wie es in den Hammerwerken benötigt wurde. Ging es um besondere Ausgaben, etwa um die Aussteuer einer Tochter oder um die Abfindung eines Sohnes, wurde ein Stück Wald abgeholzt und verkauft. Der Reichtum des Waldes an Wild bewirkte, dass die ersten Hagener Herren mit der Familie Benscheidt verkehrten und dort zur Jagd kamen. So führte die große Familie kein ausschweifendes, aber ein sorgenfreies Leben ohne ernstliche praktische Arbeit. Aber Menschen, die in solchen oder ähnlichen Verhältnissen aufwachsen, versagen meist später im Lebenskampf. Dieses traf auch für meinen Vater zu, denn er setzte das Leben, wie er es in seiner Junggesellenzeit führte, auch nach seiner Verheiratung in Othmaringhausen fort. Er hatte keine Leidenschaften, er spielte nicht, rauchte und trank nicht übermäßig. Ich habe ihn nie betrunken gesehen, aber er hatte keine Lust zu kontinuierlicher Arbeit. Nach dem Mittagessen hatte er meistens irgendwo „eine Besorgung zu machen“, kam spät in der Nacht, eventuell erst am andern Morgen nach Haus, schlief bis 9.00, 10.00 oder 11.00 Uhr, ging dann durch den Betrieb, sah, was verkehrt gemacht war und schimpfte darüber. Er wusste, wie man es hätte besser machen können und wenn er entsprechend seinen Anschauungen mitgearbeitet hätte und mit einem guten Beispiel vorangegangen wäre, hätte das elterliche Gut ein Musterbetrieb sein können. In seinen allgemeinen Kenntnissen war er allen Standesgenossen der ganzen Gegend überlegen. Dabei war er fortschrittlich eingestellt und der erste Bauer in der Gemeinde, der eine Mähmaschine anschaffte. Er verlangte aber, dass nur er sie bediente. Wenn er jedoch einen Tag mit der Maschine gearbeitet hatte, hatte er sich, weil er die Arbeit nicht gewöhnt war, überanstrengt und musste meistens den andern Tag wegen starker Rücken- oder anderer Schmerzen im Hause bleiben. Er erlaubte aber nicht, dass ein anderer die Maschine benutzte. Dadurch wurde die Frucht oft nicht rechtzeitig abgeerntet und fiel dem Regen zum Opfer. So wurde die Maschine, statt zu einem Vorteil, in Wirklichkeit zu einem Nachteil für die Wirt-schaft. War die Ernte vorbei, dann blieb die Maschine auf dem Felde stehen und erst nachdem sie stark angerostet war, ordnete er ihre Unterbringung in einem Schuppen an. Hier stand dann die Maschine in Schmutz und Rost bis zur nächsten Ernte. Dann erst wurde sie gereinigt und geölt und die etwa erforderlichen Ersatzteile in dringender Eile beschafft. Bei einer ordnungsgemäßen Wirtschaft wären alle diese Arbeiten alsbald nach Erledigung der Ernte vorge-nommen worden. Man hätte dadurch Zeit und Geld gespart und die Maschine selbst wäre länger erhalten worden.

Auszug aus "Aus meinem Leben" von Carl Benscheidt sen.

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© Copyright | Fagus-GreCon | Mittwoch, 22. Mai 2013

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